Goooood Mooooorrnniinngg Vietnam…

oder wie es auf vietnamesisch heißt: Xin chao (übersetzt: „Moin“)

Tobias Mahrt in Vietnam
Tobias Mahrt in Vietnam

Ich fliege also mit unserem Reisebären Hannes nach Vietnam. Spannend, denn bereits vorher bekomme ich viele Fragen gestellt:

  • War da nicht vor kurzem noch Krieg?
  • Ist das nicht so kommunistisch und abgeschottet wie Nordkorea?
  • Kann man da überhaupt was sehen?
  • Ist das nicht wie Thailand?

 

 

Meine Reise wird mich von Ha Noi über die Halong Bucht, Nha Trang, Phan Phiet nach Saigon führen. Das Ganze in 7 Tagen! Zum Glück will ich mir nur einen kleinen Überblick verschaffen - für einen entspannten Urlaub ist dieses Pensum rückblickend betrachtet wirklich nicht zu empfehlen.

 

Von Frankfurt geht es im sehr komfortablen Dreamliner (Boeing 787) von Vietnam Airlines in 10:35 h in die Hauptstadt Vietnams nach Ha Noi.

TIPP! Besonders hervorragend ist die Premium Economy Class: Viel Bein- und Platzfreiheit nebst vielen kleinen Annehmlichkeiten. Bereits ab 200 € Aufpreis pro Strecke ist die Premium Economy Class erhältlich und so komme ich mit Hannes und meinen 1,94 m deutlich entspannter in Vietnam an.

 

Ha Noi, 5:00 Uhr morgens, 25°C

Unser Guide Tran (gesprochen: Chan) begrüßt uns herzlich. Wir hören das Surren von einem Gewirr aus überirdischen Stromleitungen und staunen über den Verkehr!  Ha Noi hat circa 8 Millionen Einwohner (so genau weiß es keiner) und 5 Millionen angemeldete Roller.

 

Nach einem ausgiebigen Frühstück, drei Stunden Schlaf und dem Frischmachen wird es Zeit, die Stadt zu erkunden: Paradeplatz vor dem Ho Chi Minh Mausoleum und die Ein-Säulen-Pagode.

 

In kleiner Runde bittet uns Tran um Verständnis, wenn er nicht alle Frage sofort beantwortet. Er möchte auf offener Straße nicht frei reden, verspricht aber, unseren Wissensdurst im Bus zu stillen. Dort ist er dann wirklich redselig und wir dürfen ihn buchstäblich Löcher in den Bauch fragen. Über das Land und die kommunistische Politik und natürlich auch über den Vietnam-Krieg. Dieser dauerte 30 (!) blutige Jahre  und endete 1976 mit dem Sieg des kommunistischen Nordens und der Niederlage und dem Auszug der Amerikaner.

Trans Erzählungen berühren mich, obwohl ich 1976 noch nicht einmal geboren war.

 

 

 

Das Areal rund um den Schwert-See wird am Wochenende zur autofreien Zone erklärt. Und es herrscht fast sowas wie Volksfeststimmung. Hier lässt uns Tran „von der Leine“ und wir konnten erste Eindrücke auf eigene Faust sammeln.

 

Erkenntnis 1: Alle Vietnamesen sind sehr freundlich, selbst zu Amerikanern!

 

Erkenntnis 2: Die Nudelsuppe aus der Garküche für umgerechnet 1,50 € macht vielen Sterne-Restaurants Konkurrenz!

 

Erkenntnis 3: Ist das eine Wärme!

Halong-Bucht

"Bucht des untertauchenden Drachen"

Gut 4 h brauchen wir am nächsten Morgen zur Halong-Bucht. Man sagt, dass einst ein mächtiger Drache tiefe Furchen mit seinem Schwanz in die Landschaft grub. Als er in das Wasser tauchte, wurde das Land überflutet und nur die höchsten Felsen blieben stehen. 

 

Knapp 2.000 Kalkfelsen ragen teils hunderte Meter aus dem Wasser empor und das berühmte James-Bond-Feeling stellt sich augenblicklich ein!

Mit dem Tenderboot werden wir zu unserem Übernachtungsschiff gefahren, beziehen die Kabine und starten schon gleich zu einem Radausflug auf einer der unzähligen Inseln. Das Affengeschrei vibriert in den Ohren - beeindruckend! Wir paddeln noch etwas um die Felsen und entspannen uns bei einer Runde Tai Chi.

Nha Trang - Badeurlaub

Etwas über 2 Flugstunden von Hanoi entfernt liegt Nha Trang. Hier sollen uns die schönsten Strände Vietnams erwarten. Der Süden Vietnams wurde lange Zeit von Gästen aus Russland bevorzugt. Seit der russischen Wirtschaftskrise nimmt der Besucherstrom ab und die Hoteliers umwerben vermehrt internationales Publikum.

Privater Pool im Fusion Hotel
Privater Pool im Fusion Hotel

Unser Hotel Amiana Resort liegt etwas außerhalb von Nha Trang, so dass wir den Ort komplett durchfahren. Erster Eindruck zur späteren Stunde: Oha, das sieht ja sehr touristisch und stark bebaut aus. Dieser Eindruck bestätigte sich auch im Hellen, jedoch gibt es in der Umgebung auch einige ruhige Hotels und tolle Anlagen, die auch von Filmstars wie ANGELINA JOLIE gebucht werden. TIPP: Fusion Hotel 5*. Eigene Villas mit Pool,  Deutsche Leitung und ein sehr natürliches, gesundes und modernes Konzept.

Ein weiteres Hotel-Highlight ist das 6* Amanoi Hotel, welches perfekt in ein Naturschutzgebiet eingebettet und im Februar noch von LEONARDO DI CAPRIO besucht wurde. Ein Jahr vor Baubeginn wurde der Wetterverlauf, Sonneneinstrahlung, Windrichtung beobachtet und gemessen, um die perfekte Einbettung in die Natur zu gewährleisten.

Die roten Dünen im Ortsteil Mui Ne lassen uns besonders beim Sonnenauf- und untergang verstummen.

Ho Chi Minh City (Saigon)

Unser letzter Stop führt uns nach vier Stunden Busfahrt ins Herz von Ho Chi Minh City (Saigon).  Mir fällt hier wieder nur ein Wort ein: WOW!  Saigon wird oft als das „Paris des Osten“ beschrieben und ich denke, es ist sehr zutreffend.

 

Während Ha Noi noch sehr ursprünglich ist, bietet Saigon viele Wolkenkratzer, westliche Marken wie das Hard Rock Cafe, Gucci oder Versace. Uns umschwirren LED Werbungen, viele bunte Lichter, Restaurants und Bars aus aller Herren Länder. Jedoch ist der vietnamesiche, kontrastreiche Stil überall sichtbar und auch kleine Gassen mit Garküchen zieren das Bild.

 

Um den Straßen die ersehnte Entlastung zu bringen, wird gerade mit japanischer Hilfe ein U-Bahnnetz gebaut. Auch dieses spricht für die Fortschrittlichkeit dieser Stadt.

Unser erster Stop führt uns in ein Nudelsuppenrestaurant in dem schon BILL CLINTON gespeist hat. Wer jetzt Luxus erwartet, würde derbe enttäuscht. Wer jedoch eine tolle Nudelsuppe sucht, wird hier fündig! Nicht ganz so exzellent wie von der Garküche aus Ha Noi, aber damit kann eh kein Restaurant mithalten.

 

Ein großer Vorteil des Restaurants: Es liegt direkt gegenüber der berühmten Markthallen. Der Aufbau der Halle ist sehr interessant. Es gibt einen äußeren Ring, wo es angeblich nur feste Preise gibt. Im inneren Bereich wird gefeilscht, in den Stand gezogen, bequasselt als ob es keinen Morgen mehr gibt. Wer einen mehrtägigen Stop (der sich definitiv lohnt) plant, kann sich hier Hemden oder Anzüge innerhalb eines Tages in sehr guter Qualität maßschneidern lassen.

Fazit

Vietnam ist tatsächlich das Land der Kontraste. Seien es die „kontrastreichen“ Reisezeiten, die unterschiedlichen Klimazonen, die vielfältigen Landschaftsformen und Vegetationen, die tollen Strände oder die Städte und Ortschaften mit Ihren eigenen Baustilen.

 

Am meisten begeistert haben mich allerdings die Menschen. Eine Ehrlichkeit und Freundlichkeit, die ich bisher nicht so kennenlernen durfte und die es leicht macht, sich in das Land zu verlieben!

Vietnam: immer wieder!!!!

 

Sie haben Fragen zu Vietnam? Sie finden mich im Reisebüro FAHRENKROG im CITTI-PARK Kiel. Tel: 0431 / 66401-70

 

Ihr Tobias Mahrt

 

Oder schreiben Sie mir. Ich freue mich auf Sie!

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